Sorry liebe Mütter. Was ich hier zu berichten habe, ist für euch vielleicht nur kalter Kaffee. Für mich waren es heute aber veritable Neuigkeiten. Und zwar habe ich ein Podcast aufgenommen mit Fabienne. Sie ist Kindergärtnerin und Mutter von vier Kindern. Wir haben uns über die Adventszeit unterhalten. 

Dabei haben wir auch über das Wichteln unterhalten. Das kenne ich selbstverständlich auch. Haben wir jeweils im Geschäft gemacht. Jeder hat eine Person gezogen und diese dann im Laufe der Adventszeit mit etwas Kleinem beschenkt. Ja, das war eine schöne Tradition. Allerdings: Fabienne hatte etwas ganz anderes gemeint; und zwar die sogenannte Wichteltür. 

Am 1. Dezember zieht der Wichtel ein

Da habe ich nur Bahnhof verstanden. Von Wichteltür hatte ich noch nie etwas gehört. Sie hat mich dann aufgeklärt. Demnach handelt es sich dabei um einen Brauch aus Skandinavien. Man stellt in der Wohnung eine kleine Türe auf und dort zieht dann am 1. Dezember ein Wichtel ein. Diesem kann man dann zum Beispiel Briefe schreiben. Und manchmal erhält man von ihm auch ein Geschenk. Natürlich wollen die Kinder immer den Wichtel zu Gesicht bekommen. Wie mir Fabienne aber versichert hat, hat ihn noch nie jemand gesehen – und das trotz Fotofallen. Ja, Wichtel sind scheue Wesen. 

Als am Abend meine Frau von der Arbeit nach Hause gekommen ist, habe ich ihr die Neuigkeiten berichtet. Sie hat mich dann am Ärmel gepackt und mich in den oberen Stock gezerrt. Sie zeigte in eine Ecke. „Da, unsere Wichteltür. Sie steht schon seit drei Jahren da!“ 

Dem sagt man wohl „Aha-Erlebnis“

Dem sagt man wohl „Aha-Erlebnis“. Wie oft war mir dieses „Spielzeug“ bei Staubsaugen schon im Weg. Ich habe mich immer gefragt, wieso es partout nicht weggeräumt werden darf. Ich bin ich schlauer. Das ist die Wichteltür. Jä so. Na dann schreibe ich mal einen lieben Brief an den Wichtel. Vielleicht erhalte ich dann auch einmal ein schönes Geschenk.