Seit diesem Sommer kann man auf Schnitzeljagd mit der RhB. Auf dem ganzen Streckennetz sind Ziele mit Rätseln, Aufgaben und lustigen Spielen versteckt. Wir haben uns das angeschaut und das Bahnmuseum Albula besucht.

Einen ersten Überblick gibt es auf der Seite von Clà Ferrovia. So heisst der Kinderkondukteur, mit welchem die RhB ihre speziellen Angebote für Kinder bewirbt. Er erzählt Geschichten über die Bahn und sein abenteuerliches Leben, bastelt und singt mit den Kindern. Die Figur stammt aus den Federn des bekannten Liedermachers Linard Bardill. Und neu gibt es seit diesem Sommer nun eben auch die Clà Ferrovia Schnitzeljagd

Auf der App von Clà Ferrovia sind alle Ziele aufgeführt

Bevor man mit der Schnitzeljagd loslegen kann, muss man die dazugehörige App starten und sich registrieren. Dann landet man auf der Übersichtsseite mit ganz vielen Zielen:

  • zum Beispiel das Bärenland Arosa
  • die Gletschermühlen Cavaglia,
  • der Lago Bianco,
  • der Gnomenwald beim Wiesner Viadukt  
  • die Alpkäserei Morteratsch

Zuhause am Computer im Appenzellerland ist es gar nicht so einfach, bei diesem Angebot die passende Route zusammenzustellen. Schliesslich gibt es so viele tolle Orte zu entdecken. Aber: Das Bündnerland ist gross und für einen Tagesausflug lohnt sich die Fahrt in die entlegenen Täler nicht – schliesslich dauert die Fahrt ins Puschlav rund fünf Stunden. Gute Planung ist also wichtig. 

Uns hilft bei der Planung der Schnitzeljagd mit der RhB freundlicherweise das Bahnunternehmen selber. Und so geht für uns die Reise nach Bergün. Das ist das berühmte Dorf an der Albulalinie, bekannt durch die Schlittelpiste im Winter. Aber der Ort ist auch im Sommer eine Reise wert. Ein guter Grund hierfür ist sicherlich das Bahnmuseum Albula – das sich selbstverständlich direkt beim Bahnhof befindet.

Als erste Aufgabe wartet die Begegnung mit dem „Krokodil“ 

Allerdings: Noch bevor es ins Museum reingeht, steht für uns an diesem Morgen die erste Aufgabe an. Und zwar müssen wir die Krokodillok finden. Diese war von circa 1920 bis 1970 auf der Albulalinie unterwegs. Heute steht sie – wie wir schnell herausfinden – vor dem Bahnmuseum.

Damit wir die Aufgabe starten können, müssen wir mit dem Handy einen QR-Code fotografieren. Danach wird auf der App eine Frage freigeschaltet, mit welcher wir extra Punkte sammeln können. Wer 300, 600, 900, 1200 oder 1500 Clà-Punkte  ergattert hat, erhält jeweils Sofortpreise. Mit 1500 Clà-Punkten nimmt man ausserdem an der Verlosung von drei grossen Hauptpreisen teil. Um es vorwegzunehmen: Beim Punktesammeln stellen wir uns nicht allzu geschickt an, denn wir beantworten die Fragen nicht immer auf Anhieb richtig. Und einen zweiten Versucht gibt es nicht, die App speichert die erste Antwort. 

Nach der ersten Aufgabe geht die Schnitzeljagd mit der RhB im Bahnmuseum Albula drinnen weiter. Dieses Museum hatten wir noch überhaupt nicht auf dem Radar. Dabei ist es für Ausflüge mit Kindern echt ein Tipp. Es gibt nämlich extra eine Kindertour, auf welcher Clà Ferrovias Trillerpfeife gefunden werden muss. Bei der Suche hilft ein Pixibuch, das man an der Kasse überreicht erhält. Darin sind zehn Erlebnisorte aufgelistet, an welchen es Aufgaben zu lösen gilt.

Und diese Aufgaben haben es in sich. Die Kinder können unter anderem an einem Stellwerk dafür sorgen, dass die Züge nicht miteinander kollidieren, sie können sich am Simulator als Lokführer betätigen oder den Weg nach Moskau suchen.

Daneben gibt es ganz viele Ausstellungsstücke aus der langen Geschichte der RhB zu sehen und ganz viel Wissenswertes über die Bahn zu erfahren. Sind alle Aufgaben gelöst, findet man auch die Trillerpfeife. Also nicht wundern, wenn vor dem Bahnmuseum Albula um die Wette gepfiffen wird. Zum Museum gehört übrigens auch ein Restaurant. Wir haben dort etwas gegessen und können den Besuch empfehlen. 

Mit dem Landwasser-Express geht es zum Meisterwerk

Lange hatten wir allerdings nicht Zeit. Denn die nächste Etappe auf der Schnitzeljagd mit der RhB wartete auf uns. Und zwar ging es nach Filisur, wo die Tschutschu-Bahn alias Landwasser-Express auf uns wartete. Dieser bringt einem in gemütlichem Tempo an den Fuss des weltberühmten Landwasser-Viadukts. Das ist dieses Meisterwerk, das in einem Bogen von der einen auf die andere Talseite führt. 142 Meter lang und 65 Meter über dem Fluss, der Landwasser heisst. Seit 2008 gehört das Viadukt zum Unesco-Weltkulturerbe. 

Für uns als Touristen ist die Fahrt über diese Brücke jeweils einer der Höhepunkte der Reise. Deshalb ist es speziell, das Viadukt einmal aus nächster Nähe von unten zu sehen. Nach einer rund halbstündigen Fahrt durchs Dorf Filisur und über Feldwege erreichen wir mit dem Landwasser-Express das Ziel. Damit alles ausgiebig bestaunt werden kann, legt der Express hier eine längere Pause ein.

Es gibt auch einen Kiosk, an welchem man sich verpflegen kann. Wir hatten dazu freilich keine Zeit. Denn die nächste Aufgabe stand bevor. Auch hier unten im Tal war ein QR-Code versteckt. Wer ihn findet, kommt dem Viadukt wirklich nahe. Als die Aufgabe gelöst war, ging es auch schon wieder zurück nach Filisur und von dort zurück nach Hause. 

Das nächste Mal übernachten wir

Es war bestimmt nicht unser letzter Ausflug auf der Schnitzeljagd mit der RhB. Es gibt noch viel zu entdecken. Der erste Eindruck ist top. Die RhB hat sich viel Mühe gegeben, ein kinderfreundliches Angebot zu schaffen. Das nächste Mal bringen wir etwas mehr Zeit mit und übernachten vielleicht sogar in Graubünden. Dann fällt die Anfahrt weg, und es bleibt mehr Zeit, um auch die Ziele etwas weiter entfernt von Chur zu entdecken. 

Weitere Infos: rhb.ch   

Unsere Reise

  • Chur-Bergün
    Abfahrt mit der RhB in Chur um 8.58 Uhr, Zug Richtung St. Moritz. Ankunft in Bergün um 10.14 Uhr.
  • Erster Schnitzeljagd-Posten „Krokodillok“
  • Besuch im Bahnmuseum Albula in Bergün
    Das Bahnmuseum befindet sich direkt beim Bahnhof. Zweiter Schnitzeljagd-Posten „Die verlorene Trillerpfeife“. Eintritt: 15 Franken für Erwachsene; 11 Franken für Kinder von 6 bis 16 Jahren; Kinder bis 6 Jahre gratis. 
  • Bergün-Filisur
    Abfahrt in Bergün um 12.47 Uhr. Ankunft in Filisur um 13.00 Uhr.
  • Fahrt mit der Tschutschu-Bahn zum Fusse des Landwasser-Viadukts.
    Abfahrt ist um 13.15 Uhr. Die Tschutschu-Bahn befindet sich direkt beim Bahnhof Filisur. Ticket pro Person 7 Franken. Die Fahrt zum Landwasser-Viadukt dauert rund 30 Minuten. Bevor es zurück zum Bahnhof Filisur geht, gibt es einen rund 30-minütigen Aufenthalt am Fusse des Viadukts sowie der dritte Schnitzeljagd-Posten „Landwasser-Express“. 
  • Filisur-Chur
    Abfahrt in Filisur ist um 15.01 Uhr. Ankunft in Chur um 16.04 Uhr. Es gibt unmittelbar Anschluss an die Schnellzüge Richtung Zürich und St.Gallen. 

    Alle Angaben ohne Gewähr

*Die Reise entstand in Zusammenarbeit mit der RhB. Wir geben hier frei unsere Eindrücke wieder.